Bezirk Nordhessen

Jugendbegegnung Deutschland – Rumänien

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15.August 2016

Deutschland trifft Rumänien: Eine internationale Jugendbegegnung bewegt Jugendliche aus Fulda

Fulda/Cluj-Napoca (Rumänien)

 Eine langjährige Tradition von Jugendbegegnung zwischen Fulda und Rumänen findet seit dem Jahr 2015 wieder in ihr Fahrwasser zurück. Von Streetwork / Jugendladen Aschenberg (Jugendförderung Stadt Fulda), YouRoPa e.V. und dem Jugendwerk der AWO unterstützt, konnte sich dieses Jahr wieder eine Gruppe auf eine erlebnisreiche Reise nach Cluj-Napoca, in Rumänien begeben. Das Ziel der Tour war die Erkundung anderer Kulturen und Lebensweisen. Der Austausch und die Auseinandersetzung mit „Neuem“ bildeten eine beeindruckende Kombination, die die Teilnehmenden Jugendlichen aus Fulda, berührt und Sichtweisen verändern kann.

In der Vorbereitung auf diese Reise haben eine Gruppe von Jugendlichen aus dem Stadtteil Aschenberg, begleitet durch den Jugendladen Aschenberg, Geld gesammelt, um eine Siedlung von Roma mit prekären Lebensbedingungen, in der Nähe von Cluj-Napoca zu unterstützen. Mit großer Begeisterung für das Thema haben die 16 bis 18jährigen, eigene Sachen für einen Flohmarkt gesammelt und zum Zweck der Spende verkauft. Schon während der Vorbereitung konnten Themen, der anstehenden internationalen Jugendbegegnung, wie Rassismus, Ausgrenzung und Angst vor „Neuem“ im Rahmen der Gruppe besprochen werden. Während des Flohmarkts informierten die Jugendlichen interessierte Bürger über die prekären Zustände auf dem Gelände der rumänischen Siedlung Pata Rat. Durch die Sammelaktion, die Gestaltung eines Infoplakates über Zustände in der Siedlung und viele Gespräche über das Land Rumänien konnten sich alle Beteiligten gut auf den Start am 18. Juli 2016 vorbereiten.

Nach einer langen Busreise in das rumänische Transilvanien mit einem eintägigen Zwischenstopp in Budapest konnten nach Absprache mit dem örtlichen Sozialarbeiter in Pata Rat Materialien für den Bau von Häusern auf dem Gelände der Siedlung gekauft werden. Die Gruppe aus Fulda hat sich vor Ort um den Einkauf von Fassadenfarbe, Windeln, Feuchttüchern und medizinischem Haarwaschmittel sowie der Montage von Schubkarren gekümmert. In jüngerer Zeit sind in der Siedlung ein Kindergarten und eine Schule entstanden, welche durch Freiwillige, Einheimische und die Frau des ansässigen Sozialarbeiters unterstützt werden. Beim Besuch der Örtlichkeiten, insbesondere der Besichtigung des Kindergartens und der Schule konnten die Jugendlichen einen intensiven Einblick in den Alltag der örtlichen Kinder und Jugendlichen bekommen, welcher sie nachträglich beeindruckt hat. Die Menschen in Pata Rat leben sowohl auf dem Gebiet der Müllkippe am Stadtrand von Cluj-Napoca,  als auch auf dem umliegenden Landstrich. Im Rahmen des Besuchs war es außerdem möglich andere, internationale Helfergruppen kennen zu lernen. Es war eine beeindruckende Erfahrung zu sehen, dass es viele Menschen gibt, welche die Einheimischen in der, von der staatlichen Politik vernachlässigten, Siedlung unterstützen. Der Besuch in Pata Rat wurde von den Jugendlichen sehr positiv honoriert: „Wir wollen nächstes Jahr auch gemeinsam ein Haus für die Menschen in Pata Rat bauen“, so der Kanon der Jugendlichen. Weitere wundervolle Momente entstanden im Austausch der Fuldaer mit Einheimischen in Rumänien und Ungarn. Die Barriere der Sprache wurde schnell überwunden und ein freundlicher Händedruck oder ein strahlendes Lächeln genutzt, um Kontakte zu knüpfen. Für die Jugendlichen aus Deutschland und ihre Betreuer war es eine intensive Erfahrung Einblicke in das Leben der Menschen der noch jungen Mitgliedsländer der Europäischen Union, zu bekommen: „Ich nehme das mit nach Fulda und werde jetzt dankbarer für die Dinge sein, die ich habe“, so einer der Jugendlichen nach dem Besuch in Pata Rat.

Neben dem Besuch in der Roma-Siedlung war es der Gruppe möglich, die Städte Budapest und Cluj-Napoca näher kennen zu lernen. Gemeinsame Stadtbegehungen, traditionelles Essen und Begegnungen in den Straßen haben Interesse für kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede geschaffen. Während dieser Reise konnte die Gruppe sehr intensiv erleben, was „Miteinander“ bedeutet.  Auch Themen wie „Zurückhaltung“ und „Dankbarkeit“ wurden in Gesprächen verarbeitet. Nach Hause kommen, war letztlich für die Gruppe schön, aber die Reise hat ein Feuer entfacht. Alle freuen sich auf das Jahr 2017 und die nächste internationale Jugendbegegnung. Vielleicht wird es dann ja etwas mit einem festem Haus, für wenigstens einige Menschen in Pata Rat?

 

Weitere Informationen dazu, sowie Möglichkeiten selbst zu spenden, gibt es direkt bei den Organisatoren der internationalen Jugendbegegnung: Nezam Demir (Jugendladen/Streetwork Aschenberg) unter nezam.demir(a)fulda.de sowie vom Verein YouRoPa e.V.: Manuel Lebek unter: manuel.lebek(a)youropa-fulda.de.

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