Bezirk Nordhessen

Geschichte

Geschichte

Die Gründung der AWO

Die Anfänge der AWO fielen in die Gründungsphase der Weimarer Republik. Während im Kaiserreich die sozialdemokratische Arbeiterbewegung als „Reichsfeind“ ausgegrenzt wurde und zeitweise verboten war (Sozialistengesetz), zählte die SPD nach dem Ersten Weltkrieg zu den staatstragenden Kräften.
Unter diesen neuen politischen Vorzeichen wurde im Dezember 1919 der Aufbau einer sozialdemokratischen Wohlfahrtsorganisation beschlossen. An der Spitze des Hauptausschusses für Arbeiterwohlfahrt? stand bis 1933 Marie Juchacz.

Die AWO in der Weimarer Republik

Die AWO wollte einerseits Einfluß auf die staatliche Wohlfahrtspolitik nehmen, andererseits in Konkurrenz zu bürgerlich-kirchlichen Vereinen praktische Hilfe anbieten unter der Losung Arbeiterwohlfahrt ist die Selbsthilfe der Arbeiterschaft. Ein Schwerpunkt der Arbeit lag im Bereich Kinder und Jugend: Der Einsatz für den Kinderschutz hatte eine Tradition, die weit ins Kaiserreich zurückreichte. Gemeinsam mit dem Verband der ?Kinderfreunde? wurden Ferienspiele und -wanderungen angeboten, um Arbeiterkindern eine Erholung von ihren großteils bedrückenden Lebensbedingungen (zum Beispiel den Wohnverhältnissen) zu ermöglichen.

Die AWO im Dritten Reich

1933 wurde die AWO im Zuge der Gleichschaltung aufgelöst. Unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtergreifung hatte sich der Hauptausschuß der AWO bereits organisatorisch von der SPD getrennt und die Gründung einer Tarnorganisation beschlossen. Die Mitarbeiter/innen zogen sich zurück, arbeiteten illegal weiter oder entschieden sich für die Emigration. Insbesondere in Paris, später in New York, entstanden Zentren der Exil-AWO.

Die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach 1945 wurden die AWO-Ausschüsse zunächst auf lokaler, später auf regionaler Ebene wieder gegründet. Gemeinsame Richtlinien leiteten ab 1947 eine Vereinheitlichung der Organisation ein. Im Zentrum stand die Not der Zeit: Hunger, Kälte, Wohnungsknappheit. Die Verteilung ausländischer Spenden wurde in der unmittelbaren Nachkriegszeit zur Hauptaufgabe. Doch auch traditionelle Aufgaben wie die Kindererholungsfürsorge wurden wieder aufgegriffen.

Der Weg zum Jugendverband

Aus den Ferienmaßnahmen entstanden an verschiedenen Orten Jugendgruppen, die als Vereine organisiert wurden. Der Hauptausschuß der AWO versuchte nach Protesten der ?Falken?, die die neue Konkurrenz fürchteten, die Entwicklung zu kanalisieren. Er regte die Gründung von Freundschaftsgruppen an. Im allgemeinen Klima des Jugendprotests entwickelten sich Ende der 60er Jahre Bestrebungen, die Jugendarbeit der AWO in einem eigenen Jugendverband zu bündeln und zu verankern. 1977 schließlich wurde die Gründung des Jugendwerks der AWO beschlossen.

Die Programmatik des Jugendwerks

Die Bundeskonferenz der AWO beschloß 1977 Leitsätze, die neben dem organisatorischen Aufbau auch die Ziele und Aufgaben des Jugendwerks absteckten. Seinem eigenen Selbstverständnis nach ist das Jugendwerk bemüht, sowohl auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen von Jugendarbeit Einfluß zu nehmen als auch durch eigene Projekte die Praxis zu gestalten.
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